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Erasmus-Programm feiert seinen 30. Geburtstag

Freitag, 16. Juni 2017, 07:37 Uhr

Die Fähigkeit, den Anderen zu verstehen, nicht nur auf sprachlicher, sondern vor allem auch auf kultureller Ebene, ist maßgeblicher Teil der europäischen Identität. Erasmus, das erfolgreichste Austauschprogramm der EU, erweitert Horizonte, nicht nur im Studium, sondern mittlerweile auch in der Schule, im Arbeitsleben, im Sport, in der Freiwilligenarbeit. Dabei ist Erasmus eine Chance für alle europäischen Jugendlichen, ganz unabhängig vom Einkommensniveau ihrer Eltern, Horizonte zu erweitern. Es ist aber vor allem auch in Zeiten des Wiederauflebens nationaler Egoismen ein Bekenntnis zur vielfältigen Kultur Europas. Durch den Austausch werden jungen Menschen Toleranz und Respekt füreinander und voreinander gelehrt, um damit die Unterschiedlichkeiten der europäischen Mitgliedstaaten und darüber hinaus schätzen zu lernen. Es geht demzufolge um viel mehr als nur Schule, Studium oder Lehre.

Mit diesen Worten eröffneten Parlamentspräsident Antonio Tajani und Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker gemeinsam mit den Mitgliedern des Europäischen Parlaments die Feierlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen von Erasmus. Im Laufe des Jahres finden zahlreiche Veranstaltungen und Feierlichkeiten in ganz Europa statt.

Das Erasmus-Programm begann im Jahre 1987 als Austauschprogramm in 11 Ländern und mit 3200 Studenten. Die Zahl der teilnehmenden Länder ist seit Anbeginn stetig gestiegen - mittlerweile nehmen 33 Länder teil. Neben den 28 EU-Mitgliedstaaten sind dies die Türkei, Mazedonien, Norwegen, Island und Liechtenstein. Seither haben aus diesen Ländern über neun Millionen Menschen die Möglichkeit genutzt, im Ausland zu studieren, eine Aus- oder Weiterbildung zu machen oder Arbeitserfahrung zu sammeln. Denn seit 2014 können im Rahmen des „Erasmus+“-Programms auch Sekundarschüler, Auszubildende, Lehrer und Freiwillige teilnehmen und damit eine finanzielle Förderung für ihren Auslandsaufenthalt erhalten.

Nach der Sommerpause will das EU-Parlament über die Fortführung des Programms nach 2020 beraten. Im Zentrum wird die Frage stehen, wie viel die EU in Zukunft für diese Art des Austauschs ihrer Bürger investieren will. Das Erasmus-Budget für die gegenwärtige Laufzeit (2014-2020) beläuft sich auf knapp 15 Milliarden Euro.

Pressemitteilung des Europäischen Parlaments:

http://www.europarl.europa.eu/news/de/headlines/society/20170612STO77246/eu-parlament-feiert-30-jahre-erasmus

Video „Porträts der Generation Erasmus“:

https://www.europarltv.europa.eu/de/programme/society/portraits-of-the-erasmus-generation

Foto: Norbert Lins MdEP

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