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Grenzüberschreitende Paketlieferungen

Donnerstag, 15. März 2018, 13:49 Uhr

Preistransparenz und eine bessere Übersicht über die Portokosten sollen das Vertrauen der Verbraucher in den grenzüberschreitenden Online-Handel stärken. Das Problem bisher: Die Tarife für die Zustellung zwischen EU-Mitgliedstaaten sind bis zu fünfmal höher als für Sendungen im jeweiligen Inland. Allein durch die größere Entfernung ist das kaum zu erklären, zumal die Gebühren von Land zu Land auch bei gleichem Empfänger und ähnlicher Distanz stark variieren. Unübersichtlichkeit und fehlende Transparenz in diesem Bereich verführen Zusteller-Dienste zu überhöhten Preisen und halten vor allem kleinere Unternehmen vom Markt fern. Die Verbraucher shoppen zwar zunehmend online, wegen mangelnden Vertrauens aber überwiegend innerhalb des eigenen Landes.

Das soll sich nun ändern. Die neue vom Europaparlament verabschiedete EU-Verordnung soll mehr Preistransparenz und eine bessere Aufsicht bei grenzüberschreitenden Paketlieferungen sicherstellen. Konkret heißt das: Verbraucher und Online-Händler können sich künftig auf einer speziellen Internet-Plattform über die jeweiligen Porto-Gebühren informieren und nach den besten Angeboten suchen. Die Zusteller-Dienste werden entsprechend verpflichtet, ihre Konditionen offenzulegen. Der daraus resultierende Wettbewerb könnte zu einer Senkung der Preise führen. Ich kann dies nur begrüßen. Zu einem vollständig integrierten Binnenmarkt für Verbraucher gehört es auch, dass Produkte, die grenzüberschreitend gekauft werden, auch zum Kunden kommen, und zwar sicher und möglichst kostengünstig.

Pressemitteilung des Europäischen Parlaments:

http://www.europarl.europa.eu/news/de/press-room/20180309IPR99423/besserer-grenzuberschreitender-pakettransport-zur-forderung-des-online-handels

Angenommener Texte (ab Punkt 4 samt Entschließung und konsolidiertem Text; bitte durchklicken):

http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?language=DE&type=TA&reference=20180313&secondRef=TOC 

 Link zur Aussprache im Plenum:

http://www.europarl.europa.eu/ep-live/de/plenary/video?debate=1520883374197&streamingLanguage=de

Foto: ©EPP Group in the European Parliament

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