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Ein wichtiger Besuch: Landwirtschaftsminister Hauk spricht mit Parlamentskollegen über Neuausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik

Donnerstag, 17. Januar 2019, 13:24 Uhr

Das Europäische Parlament arbeitet momentan an der Gesetzesvorlage zur Neuausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020, welche die Europäische Kommission Anfang Juni 2018 vorgestellt hat. Auf meine Einladung hin traf sich unser Landwirtschaftsminister Peter Hauk diese Woche in Straßburg mit Mitgliedern des Agrarausschusses, um sich mit den relevanten Akteuren des Europäischen Parlaments auszutauschen.

Dem einstündigen Treffen mit den Abgeordnetenkollegen aus Deutschland und Südtirol folgte ein ebenso langes Gespräch mit meiner EVP-Kollegin Esther Herranz Garcia aus Spanien. Diese ist Berichterstatterin des Europäischen Parlaments für das Dossier und damit eine der Hauptpersonen im Gesetzgebungsprozess. Wichtig ist es in solchen Gesprächen, die Agrarkollegen auf die spezifischen Besonderheiten Baden-Württembergs aufmerksam zu machen und diese darzulegen. Bei beiden Terminen erläuterte Minister Hauk die für unsere Region wichtigen Punkte und forderte, die von mir im Gesetzgebungsprozess schon eingebrachten Änderungen am Gesetzestext zu berücksichtigen.

So schlug ich beispielsweise eine stärkere Umverteilung der Mittel auf die ersten Hektare vor, was dem Großteil der Betriebe unserer kleinstrukturierten Landwirtschaft zugutekäme. Darüber hinaus möchte ich die Agrarumweltmaßnahmen für ganz Europa in der zweiten Säule stärken. Darin ist Baden-Württemberg schon sehr weit und das könnte gleichzeitig dem Bürokratieabbau dienen. Weiterhin Programme für regionale Besonderheiten zu ermöglichen, ohne den gemeinsamen Charakter der europäischen Agrarpolitik zu verwässern, ist ein weiterer Punkt, der mir am Herzen liegt.

Ich habe mich über den Besuch von Peter Hauk sehr gefreut. Mir ist die Kooperation mit dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz sehr wichtig, um gemeinsam die Interessen unserer Landwirte und Verbraucher in Brüssel stark zu vertreten.

Bildunterschrift: Landwirtschaftsminister Peter Hauk, Esther Herranz Garcia, Norbert Lins (v.l.n.r.)

Foto: Europabüro Lins

 

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