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Europaparlamentarier unterstützen Christine Lagarde als Präsidentin der Europäischen Zentralbank

Donnerstag, 19. September 2019, 16:00 Uhr

Christine Lagarde, zuletzt geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), soll am 1. November 2019 die Nachfolge von Mario Draghi antreten. Am 17. September haben wir, die Abgeordneten des Europäischen Parlaments, uns dafür ausgesprochen, nachdem Lagarde bereits im Juli 2019 von den EU-Staats- und Regierungschefs nominiert worden war. Bestätigt auch der Europäische Rat Christine Lagarde, wäre sie die erste Frau an der Spitze der EZB. Eine Amtszeit dauert acht Jahre und kann nicht erneuert werden. Die EZB ist politisch unabhängig. Sie soll ihr Ziel der Wahrung der Preisstabilität verfolgen können, ohne politischem Druck ausgesetzt zu sein.

Der Chef oder die Chefin der EZB nimmt an vierteljährlichen Anhörungen im Wirtschafts- und Währungsausschuss teil. Im Plenum stellt er den Jahresbericht vor und beantwortet schriftliche Fragen der Abgeordneten.

Mir ist es im Hinblick auf die EZB ganz wichtig, dass Entscheidungen getroffen werden, nachdem zuvor ein Austausch stattgefunden hat. Für die Zusammenarbeit mit Christine Lagarde wünsche ich mir eine intensive Kommunikation, die auch Kritiker anhört, offen für Argumente ist und auch eine andere Geldpolitik forciert. Entscheidungen dürfen nicht still und leise in Frankfurt gefällt und dann verkündet werden. Kommunikation ist immer zweigleisig. Zur besseren Kommunikation gehört auch, dass Frau Lagarde nicht nur erklärt, sondern auch zuhört und auf die Kritiker der EZB-Geldpolitik eingeht. Unsere Märkte wurden lange genug mit billigem Geld geflutet.

Link zur Pressemitteilung: https://www.europarl.europa.eu/news/de/press-room/20190912IPR60928/parlament-empfiehlt-christine-lagarde-fur-ezb-vorsitz

Bild: © Europäisches Parlament

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